Tankprüfungen

Der einwandfreie Betrieb Ihrer Flüssiggas-Anlage setzt professionellen, sachkundigen Service voraus und richtet sich nach einem verbindlichen Regelwerk. Regelmäßig durchgeführte Prüfungen garantieren Ihnen die bestmögliche Sicherheit Ihres Tanks. Damit Sie vollkommen sicher und entspannt die Vorteile Ihrer Flüssiggas-Heizung genießen können, unterstützen Sie unsere Experten mit umfangreicher Praxiserfahrung. Bestellen Sie noch heute komfortabel online Ihre Prüfungen.

Gesetzliche Gastankprüfungen: Ihre Pflichten als Betreiber

Ein Flüssiggastank zeichnet sich durch seine enorme Langlebigkeit aus. Da die Behälter praktisch keinem Verschleiß unterliegen, können sie zeitlich nahezu unbegrenzt genutzt werden. Um die Sicherheit im laufenden Betrieb permanent zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber jedoch klare Prüffristen verankert. Als Anlagenbetreiber sind Sie dafür verantwortlich, dass diese Termine fristgerecht eingehalten und von den jeweils zertifizierten Personen durchgeführt werden.

 

Die Prüfungen beim Start: Prüfung vor Inbetriebnahme und Sicherheitsabnahme

Bevor Sie Ihre neue Flüssiggas-Heizung das erste Mal starten, müssen zwei grundlegende Abnahmen erfolgen. Einerseits ist dies die eigentliche Prüfung vor Inbetriebnahme, kurz PVI genannt, und andererseits die Sicherheitsabnahme der neu verlegten Rohrleitung.

Die Prüfung vor Inbetriebnahme dient als offizieller Nachweis, dass die gesamte Flüssiggasanlage fachgerecht errichtet wurde. Der Prüfer kontrolliert hierbei die Montage, die Installation sowie die genauen Aufstellbedingungen gemäß den Vorgaben des Abschnitts 5 der Technischen Regeln Flüssiggas (TRF). Auch die freie Zugänglichkeit zu allen sicherheitstechnischen Bauteilen und Armaturen steht dabei im Fokus.

Wer diese Prüfung durchführen darf, hängt von der Bauart des Tanks ab. Handelt es sich um einen in Serie hergestellten Gastank, für den eine Baumusterprüfung einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) vorliegt, kann die Abnahme durch eine sogenannte befähigte Person oder einen TRF-Sachkundigen erfolgen. Sollte diese Baumusterprüfung für die Serie nicht existieren, ist der direkte Weg über eine ZÜS gesetzlich vorgeschrieben.

 

Der laufende Betrieb: Die zweijährige äußere Behälterprüfung

Im Alltag rollt der Prüfzyklus alle zwei Jahre an. Diese äußere Prüfung wird von einer hierfür befähigten Person vorgenommen und sichert den ordnungsgemäßen Zustand der Anlage im laufenden Betrieb.

Der Ablauf ist standardisiert und beinhaltet neben der An- und Abfahrt des Technikers eine gründliche Sichtprüfung des Tanks sowie aller dazugehörigen Armaturen. Bei oberirdischen Modellen wird zusätzlich kontrolliert, ob die Lackierung starke Verschmutzungen oder Beschädigungen aufweist, die den Tank langfristig angreifen könnten. Ein wichtiger Teil der Inspektion betrifft das direkte Umfeld des Gastanks: Der Prüfer kontrolliert die Einhaltung der Sicherheitsbereiche und Ex-Zonen, beispielsweise auf unzulässige Brandlasten. Zuletzt werden die Armaturen mittels Lecksuchspray auf absolute Dichtheit geprüft. Verläuft alles mängelfrei, erhalten Sie Ihre Prüfbescheinigung sowie die offizielle Prüfplakette.

 

Der Zehn-Jahres-Rhythmus: Die innere Behälterprüfung

Alle zehn Jahre steht die innere Prüfung an, bei der die äußere Prüfung automatisch im Leistungsumfang enthalten ist. Für diese tiefgehende Kontrolle arbeiten wir eng mit erfahrenen Sachverständigen zugelassener Prüforganisationen wie dem TÜV zusammen. Das Gute für Sie: Dank moderner Verfahren muss der Tank heute für die innere Prüfung nicht mehr geöffnet werden, es kommen hocheffiziente Ersatzprüfungen zum Einsatz.

 

Verfahren bei oberirdischen und unterirdischen Anlagen

Bei einem oberirdischen Flüssiggastank konzentriert sich der Sachverständige vor allem auf die gründliche Überprüfung aller sicherheitstechnischen Einrichtungen. Auch bei unterirdischen Erdtanks muss niemand mehr in den Behälter hineinklettern. Hier wird der Zustand des Materials mittels Strom- oder Schallmessungen exakt ermittelt, während parallel das Sicherheitsventil getestet wird.

Das Einspeisemessverfahren (Strom)

Unterirdische Flüssiggastanks mit einer schützenden Epoxidharzbeschichtung werden im Regelfall mit dem sogenannten Einspeisemessverfahren geprüft. Über die elektrische Leitfähigkeit wird untersucht, ob die Außenisolierung des Behälters noch lückenlos wirksam ist. Dieses Verfahren ist vergleichsweise kostengünstig, lässt sich jedoch nicht universell anwenden. Wird Ihr Tank häufiger als fünfmal pro Jahr befüllt, verfügt die Anlage über eine installierte Auftriebssicherung oder wirken Schwingungen und Verkehrslasten aus der Nachbarschaft auf den Tank ein, scheidet diese günstige Methode leider aus.

Die Schallemissionsprüfung (SEP)

Für einen unterirdischen Gastank mit Bitumenisolierung schreibt der Gesetzgeber die Schallemissionsprüfung vor. Dabei wird der Behälter gezielt unter Druck gesetzt, woraufhin empfindliche Sensoren die akustischen Wellen aufzeichnen, die das Material unter dieser Belastung abgibt. Aufgrund des deutlich höheren technischen Aufwands liegen die Kosten für diese Prüfung spürbar über denen der Einspeisemessung.

 

Wichtige Checkliste für Ihre zehnjährige Prüfung

Damit der Prüftermin reibungslos und ohne Verzögerungen abläuft, sollten Sie als Betreiber im Vorfeld einige Punkte beachten:

  • Heizbetrieb und Füllstand: Ihr Gastank muss für die Prüfung nicht leer sein. Die Heizung kann währenddessen meist weiterlaufen oder wird nur für einen sehr kurzen Moment unterbrochen.

  • Witterung: Das Sicherheitsventil lässt sich bei Frost nicht adäquat überprüfen. Planen Sie Termine im tiefsten Winter, wie etwa im Januar, daher lieber nicht ein.

  • Unterlagen: Halten Sie alle Dokumente lückenlos bereit – von den Papieren der allersten Prüfung vor Inbetriebnahme bis hin zum letzten Prüfbericht.

  • Stichtag beachten: Die innere Prüfung ist an feste Fristen gebunden. Es handelt sich um eine Stichtagsprüfung, die pünktlich in einem engen Zeitfenster von wenigen Wochen vor oder nach dem exakten Zehn-Jahres-Datum stattfinden muss.

  • Domschacht: Sorgen Sie bei unterirdischen Tanks rechtzeitig dafür, dass der Domschacht vollständig frei von Wasser und Erdreich ist.

  • Mindestbefüllung bei der SEP: Sollte bei Ihnen die Schallemissionsprüfung (SEP) durchgeführt werden, muss der Tank zu mindestens 35 Prozent mit Flüssiggas befüllt sein, um korrekte Messergebnisse zu liefern.

  • Sonderfall Tragösen: Falls der Tank die Prüfung im ersten Anlauf nicht besteht, liegt dies häufig an den Tragösen, die beim Einsetzen durch den Kranwagenfahrer nicht oder nur unzureichend nachisoliert wurden. Eine rasche Nachisolierung dieser Stellen reicht meist völlig aus, damit der Tank die Wiederholungsprüfung sofort fehlerfrei besteht.

 

Die Rohrleitungs- und Druckprüfung (bei Privatkunden)

Parallel zum Zehn-Jahres-Intervall der inneren Tankprüfung muss bei Privatkunden auch die Rohrleitungs- bzw. Druckprüfung erfolgen. Bitte beachten Sie, dass für gewerbliche Kunden hierbei abweichende gesetzliche Zeiträume gelten.

Bei dieser Kontrolle werden sowohl die Verbrauchsleitung als auch die Versorgungsleitung genau unter die Lupe genommen. Der Prüfer beaufschlagt das gesamte Leitungssystem mit einem fest definierten Prüfdruck. Je nach der individuellen Bauart Ihrer Anlage wird dieser Druck über einen Zeitraum von 10 bis 30 Minuten konstant gehalten. Während dieser gesamten Messphase darf der Druck im System nicht absinken. Zum Abschluss dokumentiert der Techniker das exakte Ergebnis detailliert in einer Prüfbescheinigung für Ihre Unterlagen.

Abweichende Vorschriften für Gewerbekunden

Für gewerblich genutzte Flüssiggasanlagen – etwa in der Gastronomie, der Landwirtschaft oder im Handwerk – gelten aufgrund der intensiveren Nutzung und höherer Gefährdungsbeurteilungen oft strengere Regeln und kürzere Prüffristen. Die rechtliche Grundlage hierfür bilden vor allem die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie die spezifischen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Vorschrift 79 / ehemals BGV D34). Da die genauen Intervalle und Pflichten stark vom jeweiligen Einsatzzweck Ihrer Anlage abhängen, beraten wir Sie hierzu gerne individuell. Sprechen Sie uns einfach an, damit wir die passenden Prüfzyklen für Ihren Betrieb abstimmen können.


Gehen Sie keine Risiken ein. Regelmäßig durchgeführte Prüfungen garantieren Ihnen die bestmögliche Sicherheit und Effizienz Ihres Tanks. Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung und bestellen Sie noch heute komfortabel online Ihre Prüfungen.