Flüssiggas und die Umwelt
Quelle: Hildegard Elias, Wikipedia Commons (Link)
Hinweise zur Verwendung von Flüssiggas in Wasserschutzgebieten
Eine Flüssiggasheizung stellt eine Option für Gebäude in Wasserschutzgebieten dar. Im Unterschied zu Heizöl ist Flüssiggas aufgrund seiner Stoffeigenschaften in bestimmten Gefährdungsklassen anders eingestuft, wodurch die Lagerung unter Einhaltung spezifischer behördlicher Auflagen und Schutzvorschriften zulässig ist.
Wasserschutzgebiete sind wichtige Reservoire für die öffentliche Trinkwasserversorgung, weshalb bei der Lagerung flüssiger Brennstoffe strenge Anforderungen gelten, um das Risiko von Verunreinigungen durch Undichtigkeiten an Tanks oder Leitungen auszuschließen. Mit einer fachgerecht installierten Flüssiggas-Anlage lassen sich diese gesetzlichen Vorgaben erfüllen.
Zudem weist Flüssiggas im Vergleich zu schwereren Heizölen eine andere chemische Zusammensetzung auf, was bei der Verbrennung zu geringeren direkten Kohlendioxid-Emissionen führt.
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Flüssiggas erzeugt weniger CO2 als Ölheizungen
Flüssiggasheizungen verursachen im Schnitt etwa 15 Prozent weniger direkte CO2-Emissionen als Heizungen, die Heizöl zur Wärmeerzeugung nutzen. Das macht Flüssiggas als nicht leitungsgebundenen Energieträger insbesondere in ländlichen Regionen zu einer Option für die Wärmeversorgung. Insgesamt könnten rechnerisch bis zu 2,8 Millionen bisher mit Heizöl betriebene Heizungsanlagen auf Flüssiggas umgestellt werden. Dadurch ließe sich für Deutschland durch einen Energieträgerwechsel von Heizöl zu Flüssiggas eine jährliche CO2-Reduktion von insgesamt bis zu 2,9 Millionen Tonnen erzielen. Der Umstieg auf ein flüssiggasbetriebenes System, wie beispielsweise moderne Gas-Brennwerttechnik, ist technisch erprobt und lässt sich unkompliziert umsetzen.
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Geringere Feinstaub-Emissionen als festen fossilen Brennstoffen oder Heizöl
Flüssiggas weist bei der Verbrennung in Heizungsanlagen oder in Motoren von Fahrzeugen (Autogas) im Vergleich zu einigen anderen Energieträgern oder Kraftstoffen geringe Feinstaub- und Rußemissionen auf. Feinstaub und Rußpartikel absorbieren Sonnenlicht und tragen neben CO2 zum Treibhauseffekt bei. Im direkten Vergleich zu bestimmten Alternativen – wie beispielsweise einigen Festbrennstoffen im Wärmemarkt oder herkömmlichen Kraftstoffen im Mobilitätsbereich – emittiert Flüssiggas geringere Mengen an Feinstaub und Stickoxiden.
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Bio-Flüssiggas
Auch im Bereich der Flüssiggas-Anwendung gibt es technologische Weiterentwicklungen: Mit Bio-Flüssiggas (auch Bio-Propan oder biogenes Flüssiggas genannt) steht ein regeneratives Gas zur Verfügung. Bio-Flüssiggas wird aus biogenen Abfall- und Reststoffen sowie weiteren Rohstoffen erzeugt und erfüllt die rechtlichen Anforderungen der Zertifizierungssysteme für erneuerbare Energien.
Sowohl die Nutzung als Kraftstoff als auch das Heizen ist mit Bio-Flüssiggas möglich, ohne dass bestehende Anlagen oder Motoren umgerüstet werden müssen. Es kann in unterschiedlichen Anteilen konventionellem Flüssiggas beigemischt werden. Auch im Gebäudeenergiegesetz ist Bio-Flüssiggas unter bestimmten Bedingungen anerkannt. Erfahren Sie mehr über die Eigenschaften von biogenem Gas: